Mit Sockiphanias starte ich die Spendenaktion für den Föderverein unserer Schule. Mein Ziel ist es, dass der Föderverein bis Jahresende erst einmal
100 €
bekommt.
Wie kann gespendet werden? Per Überweisung direkt an unseren Förderverein:
Föderverein HS Geretsried
Kontonummer: 55307391
BLZ: 70054306 (Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen)
Betreff: Sockiphanias
IBAN: DE47 7005 4306 0055 3073 91
SWIFT_BIC: BYLADEM1WOR
Link zu unserer Schule, links auf Föderverein klicken. Die Webseite wird zur Zeit überarbeitet und modern gestaltet. Nach den Zwischenzeugnissen haben wir die neue Webseite online.
Er noch ein wenig Hintergrund zu der Aktion haben will, einfach unten weiterlesen.
You see the bank connection for the Friends of our School (= Förderverein in German) above written in bold. The link brings you to the Website of our school. At the moment we work on a more modern Website with Content Management System. It will be up in February after the interim reports.
My aim is to get at least 100 € for the Friends of our school.
We are not offering it with Paypal, as in Germany this is very expensive and often makes troubles, that the money is away for some time. You then have to phone with Paypal to get it back and that are expensive Service numbers. I want that the money goes to the Friends of our School and not partly to Paypal.
I know that it is a problem especially for donator from the US.
So I was thinking of amazon.com gift certificates. Some of my collegues and me are buying English books there. So we would buy it with the gift certificates and give the money to the Friends of our school. But please contact me before you buy such a gift certificate. I have to look up who wants to buy English books there.
Who wants to know more about the reason for this donation, just read on – at the moment it is only in German, but I will translate it soon.
Unsere Hauptschule hat eigentlich einen guten Ruf. Rückläufer aus Gymnasium und Realschule versuchen an unsere Schule zu kommen, auch wenn andere Schulen näher liegen würden. Inzwischen sind das so viele, dass es eine ganze neue Klasse ist.
Wir haben Streitschlichter, Tutoren, die mit der Grundschule zusammenarbeiten und die Fünftklässer betreuen, Schulsanitäter, eine Schülerfirma, eine Schulband, Laptopklassen, etc.
Kurz: Die meisten unserer Schüler bekommen eine Lehrstelle, einige sogar welche, die normalerweise nicht Hauptschülern oder Mittlere Reife Schülern offen stehen. Fälle, die Probleme haben, werden vom den Leuten der Agenda 21 betreut und bekommen über Praktika und deren Hilfe meist auch eine Lehrstelle.
Wir haben aus fast jedem Jahrgang einen Schüler, der später studiert. Sei es, weil er schulisch weiter macht, oder weil er über eine Firma (ich nenne hier z.B. einen großen Discounter) alle Möglichkeiten bekommt.
Ich kenne inzwischen einige ehemalige Schüler die im Handwerk oder eben durch den weiteren schulischen Werdegang um einiges mehr verdienen als wir Lehrer – das finde ich klasse.
Das klingt gut, hat aber leider einen Haken.
Durch die Darstellung der Hauptschule in den Medien bekommen unsere Schüler bei der Bewerbung immer mehr Probleme. Örtlichen Unternehmen ist das noch egal, denn sie kennen uns, aber wenn wir bei einigen Münchner Lehrstellen lesen müssen, Voraussetzung sei die Mittlere Reife der Realschule, dann ist das ein Schlag ins Gesicht von uns, die auch die Mittlere Reife, allderings der Hauptschule anbieten.
Das ist schon hart, aber viel schlimmer sind die Auswirkungen auf unsere Schüler. Immer öfter hören wir, dass sie sich wie Abschaum fühlen, weil in der Gesellschaft gesagt wird, sie wären die nächsten Sozialfälle, sie wären nichts wert und sie würden eben am unteren Ende der Gesellschaft stehen. Bei Rückläufern aus Gymnasium und Realschule hören wir oft, dass sich Freunde abwenden und manchmal sogar ihre Eltern ihnen sagen, sie hätten das klasse gemacht, nun wären sie das Letzte und nun könne man eh nichts mehr machen.
Wir müssen immer wieder aufbauen und das wird immer mehr. Wir müssen ihnen zeigen, dass Schüler von unserer Schule auch alles machen können und das nur an ihnen liegt. So war es bisher und wir kämpfen darum, dass es auch so bleibt.
Wir haben zusätzlich zu unserer normalen Berufsvorbereitung einmal im Jahr Berufsorientierungstage, die nicht nur zusätzlich auf das Einstellungsverfahren vorbereiten, sondern dort sind auch immer ehemalige Schüler, die ihren Weg vorstellen und Ansprechpartner sind.
Von Schülern ohne Hauptschulabschluss die durch viele Praktika und die Unterstützung der Agenda 21 eine gute Lehrstelle bekommen haben, über Schüler, die mit Hauptschulabschluss, qualifizierenden Hauptschulabschluss oder auch Mittlerer Reife ihren Weg gemacht haben, bis hin zu den Ausnahmefällen, die inzwischen studieren oder sogar schon damit fertig sind.
Hier nur einmal ein paar dieser Fälle:
- Studium der Elektrotechnik, der Medizin
- Abitur an einem humanistischen Gymnasium, das speziell für HS einen Zweig zur Eingliederung hat
- Studium finanziert durch einen großen Discounter, wo er auch noch arbeitet, als Betriebswirt B.A. in Baden Württemberg
- Leiter von drei Restaurants einer Fast Food Kette
- Inhaber und Aufbau einer Tischlerei, die sich auf Holzhäuser spezialisiert hat
- Moderator bei einem größeren privaten Radiosender, geht jetzt in die Produktion
- aber auch die vielen, die Lehren in allen Arten von Bürokaufmann, selbst Bankkaufleute und auch im Handwerk gemacht haben
- ein Schwerpunkt ist die IT-Ausbildung und deshalb haben wir auch viele, die IT-Systemelektroniker, Kaufmann für Bürokommunikation oder Fachinformatiker, etc. machen
Wenn man dies sieht, dann ist das Motivation für alle und der Förderverein unterstützt das auch finanziell.
NUR:
Gleichzeitig bekommen wir immer wieder Tiefschläge. So rief uns ein Autohaus an, das immer Schüler von uns als Mechatorniker ausbildete oder ins Büro bis hin zum Automobilkaufmann nahm. Sie hatten von ihrem Autohersteller ein Schreiben bekommen, dass sie nur noch Leute mit der Mittleren Reife der Realschule einstellen dürfen, waren geschockt und wollten das so nicht hinnahmen. Wir haben dann dorthin geschrieben mit den Inhalten unserer Ausbildung. Der Betrieb bekam nun eine Ausnahmegenehmigung, dass sie auch Leute aus der Hauptschule einstellen dürfen. Tenor des Schreibens:“Wenn das Niveau an allen Hauptschulen in Deutschland so wäre, dann hätten wir diese Bestimmung nicht erlassen müssen.“ Gleichzeitig kam dann auch noch der nette Hinweis, dass das Unternehmen nicht öffentlich genannt werden darf. Nur so viel: Es ist kein bayerischer Autobauer.
Unsere Gemeinde (Sachaufwandsträger) wollte eigentlich unsere Schule spätestens dieses Schuljahr renovieren. Das Geld war da, aber da vor der Wahl schon die Diskussion losgetreten wurde, was aus der Hauptschule wird, hat man einen Rückzieher gemacht. Nun werden wir fühestens im Schuljahr 2010/11 renoviert – falls es uns dann noch gibt, wie es so schön hieß.
Nur das Schulhaus ist schon jetzt in einem traurigen Zustand. Da kann auch das Streichen der Klassenzimmer durch Schüler, Eltern und Lehrer und die AG Schulhausverschönerung nur oberflächliche Kosmetik machen. Ein wenig schöner wurde es, aber trotzdem sieht man überall, dass renoviert werden müsste.
Abblätternde Fenster, alte Heizanlage, ein fast 30 Jahre alter Teppich in den Klassenzimmern (igitt!), Flecken im Beton und eine notdürftig geflickte Eingangstür. Selbst unser wunderschönes besonderes Holzparkett in der Aula, das ein wenig Wärme ins Schulhaus gebracht hat, fängt nun an kaputt zu gehen.
Das Schulnetzwerk ist veraltet, sodass im Moment nur mit viel Tricksen, noch mehr Arbeit und doch leider zeitweisen Unterrichtsausfall unsere anerkannte IT-Ausbildung stattfinden kann.
Kurz: Nüchtern betrachtet ist es traurig, wie es unsere Schüler durch äußere Einflüsse immer schwerer haben ins Berufsleben zu starten.
Deshalb möchte ich unseren Förderverein mit der Aktion unterstützen. Auch wenn 100 Euro wenig klingen, für den Förderverein einer Hauptschule ist das viel Geld mit dem die Schüler und unsere Schule unterstützt werden können.
[...] Spende - Donation [...]
Hallo,
mich regt auch immer auf, wie die Hauptschüler dargestellt werden. Mein Bruder war immer ein guter Hauptschüler und noch lange nicht blöder als ein Realschüler, der schlechtere Noten hat! Deshalb auch ein kleiner Beitrag von mir zu der Spendenaktion, ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg damit!
LG Mona
Hallo liebe Alpenfee,
ich kenne das System der P-Klasse (=Praktikumsklasse) auch. Im Landkreis Traunstein gab es diese Möglichkeit an einer Schule auch und ich bin noch immer sehr dankbar dafür, hat es meinem Sohn doch die Möglichkeit gegeben, sogar zwischen zwei Lehrstellen auswählen zu können und er konnte sogar den Hauptschulabschluss schaffen, weil der Lehrer und die Sozialpädagogin sich ganz toll für diese Klasse einsetzten.
Aufgrund meiner Dankbarkeit möcht ich Dir auch etwas spenden…
LG ~ Mandala
Hallo liebe Alpenfee,
Dein Adventskalender ist sehr schön und macht sehr viel Spaß. Und da Du ja auch Anleitungen und Gewinne anbietest, finde ich eine Spende nur fair.
Und ich finde es ganz toll mit dieser Spende endlich einmal Kindern in der Umgebung zu helfen.
Viel Erfolg mit Deiner Aktion!
Viele Grüße
Sandra